Austauschschüler aus Mittelamerika zu Besuch in Ilmenau

  • Goetheschüler Benjamin, William und Jose Luis aus Mexiko (Mitte) geben ihrer gemeinsamen Präsentation den Feinschliff. Foto: Arne Martius Goetheschüler Benjamin, William und Jose Luis aus Mexiko (Mitte) geben ihrer gemeinsamen Präsentation den Feinschliff. Foto: Arne Martius
Für Jose Luis aus Pueblo fällt das Urteil eindeutig aus: »Sehr gut« findet er den Besuch mit 14 weiteren Schülern aus Mexiko in Ilmenau, die Stadt sei klein aber schön die Menschen freundlich. Neben dem Austausch haben die Schüler noch etwas anderes kennengelernt. »Einen Winter haben wir noch nie erlebt«, sagt sein Freund William lachend.
Ilmenau. Für vier Wochen sind die 17- und 18-Jährigen aus Mittelamerika zu Gast in Ilmenau, um vor allem die Sprache zu erlernen. »Die Hälfte von ihnen will in Deutschland studieren«, erklärt Jenny Gramsch, Mitarbeiterin der Universität. Eine Gelegenheit zum Kennenlernen der neuen Umgebung ist der internationale Winterkurs der TU. Weil die Goetheschule mit der Bildungseinrichtung eine Kooperation vereinbart hat, machten die Mexikaner erst einmal drei Tage Station am Gymnasium. Hier nahmen sie am Unterricht teil, tauschten sich aus über die verschiedenen Schulangebote in ihren Ländern und stellten jetzt ihre Ergebnisse vor Schülern der elften Klassen vor.

Untergebracht sind die jungen Leute während ihres Aufenthalts in der Ilmenauer Jugendherberge. Neben den Projektarbeiten bleibt noch Zeit für Besuche der Umgebung - Erfurt stand bereits auf dem Programm.

Den internationalen Winterkurs gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal an der Universität. Erfahrungen haben die Verantwortlichen damit allerdings, denn seit 1978 wird auf dem Campus zum internationalen Sommerkurs eingeladen. »Angesichts der großen Nachfrage kommen ab diesem Jahr die Winterkurse hinzu. 2011 haben 39 Prozent der insgesamt 155 Sommerkursteilnehmer ein Studium an der TU Ilmenau aufgenommen«, berichtet Yvette Gonzalez vom Akademischen Auslandsamt.

Die mexikanischen Schüler kommen aus so genannten Pasch-Schulen - einem weltweiten Netz von mittlerweile 1500 Schulen, in denen bei den Schülerinnen und Schülern Interesse und Begeisterung für das moderne Deutschland und die deutsche Sprache geweckt werden soll, heißt es.


Arne Martius / 03.02.12 / TA
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