Binz an RMA-Gruppe verkauft

  • Der Fahrzeugbauer Binz Ilmenau wurde rückwirkend zum 1. Oktober an die RMA-Gruppe verkauft. Archiv-Foto: Ingo Herzog Der Fahrzeugbauer Binz Ilmenau wurde rückwirkend zum 1. Oktober an die RMA-Gruppe verkauft. Archiv-Foto: Ingo Herzog
Der insolvente Fahrzeugbauer Binz Ilmenau wurde rückwirkend zum 1. Oktober an die RMA-Gruppe verkauft.
Ilmenau. Wie Insolvenzverwalter Christian Graf Brockdorf mitteilte, habe ein Gläubigerausschuss dem Sonderfahrzeughersteller RMA im Bieterprozess den Vorzug gegeben, es habe anfangs mehrere hundert Bewerber gegeben. Zum Kaufpreis schweigen die Beteiligten. RMA mit Stammsitz in Bangkok, ist an 20 Standorten mit 5000 Mitarbeitern weltweit vertreten, der Jahresumsatz betrug eine Milliarde Dollar. In den letzten drei Jahren wurden weltweit mehr als 40.000 Fahrzeuge verkauft.

Der erweiterte Zugang zu internationalen Märkten stärke den Standort Ilmenau, sagte Graf Brockdorff. RMA freue sich über sein Debüt in Deutschland und Marktsynergien im Sonderfahrzeugbau. Die Binz Ambulance- und Umwelttechnik GmbH hatte am 24. Mai Insolvenzantrag gestellt. lnsolvenzverwalter Brockdorff sagte TA, dass es nach Umstrukturierung und Abbau von 40 Arbeitsplätzen gelungen sei, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. Man habe im August und September schwarze Zahlen geschrieben. Das Vermögen der lnsolvenzgesellschaft wird auf eine namensgleiche Gesellschaft übertragen, die 100 Beschäftigten wechseln in das neue Unternehmen. Diese Transaktion schütze das neue Binz-Unternehmen, Kunden und Lieferanten vor Rechtsrisiken innerhalb der früheren Binz-Gruppe. "Dass wir so schnell in die Gewinnzone zurückgekehrt sind, zeigt unser Potenzial", so Betriebsratschef Henri Möller.


André Heß / 17.10.12 / TA
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